Jan 27 2009

Klima

Der italienische Weinbau kann auf eine klassische Vergangenheit zurückblicken. Bereits die Griechen nannten das Weinbauland „Oinotria“. Obwohl Italien im Jahr 1980 ungefähr 4,2 Millionen Hektoliter Wein nach Deutschland exportierte, sind die Kenntnisse des deutschen Normalverbrauchers über italienische Qualitätsweine nicht ausgereift. Denn wer kennt hierzulande schon die amtlichen Qualitätsklassifizierungen des Chiantis und anderer DOC-Weine? Denn das italienische Weingesetz ist sehr komplex, was von Vorteil hat, dass man immer neue und interessante Begriffe entdecken und verstehen lernen kann. Und das dieser Reichtum an Fachterminologie viele Weintrinker begeistert.

Das Land ist klimatisch sehr für den Weinbau geeignet. Von den Alpen bis zur Südspitze Siziliens - über 10 Breitengrade hinweg - von Meereshöhe bis zu 1000 m über Null (Ätna und Südtirol) wird in ganz Italien Weinbau betrieben. Eine italienische Weinreise durch die achzehn Weinbaugebiete ist dank der Vielgestaltigkeit der Weinlandschaft ein Erlebnis. Der Naturfreund kommt ebenso auf seine Kosten wie der Freund von Kunst und Geschichte.

In dem im Jahr 1963 in Kraft getretenen Gesetz „Norme per la tutela delle denominazioni die origine die mosti e die vini“ (Schutz der Herkunftsbezeichnung für Moste und Weine) wird zwischen drei Qualitätskategorien unterschieden:

„Denominazione di Origine Semplice“ (Einfache Herkunftsbezeichnung). Bei dieser Bezeichnung, die selten auf dem Etikett als solche ausgedruckt ist, handelt e sich um Weine, die tatsächlich dem Anbaugebiet entstammen und nach überlieferter, örtlicher Tradition zubereitet werden. Rosso toscao (Roter Toskaner) zum Beispiel muss aus der Toskana stammen. Unter die EWG-Klassifizierung für Ursprungsschutz, Vins de qualité produits dans des régions déterminées (VQPRD) vergleichbar mit den deutschen Qualitätsweinen bestimmter Anbaugebiete, fallen aber erst die beiden folgenden Klassen: Denominazione die Origine Controllata – DOC und Denominazione die Origine Controllata e Garantita – DOCG.